Einen Scheiss muss ich – Tschüss gute Vorsätze

leichter leben

Ein neues Jahr ist immer auch wie ein frisches, weißes Blatt Papier: Alles ist möglich, wir können uns neu erfinden oder Dinge komplett anders machen. Wir können eine neue Seite von uns zeigen und Prioritäten anders setzen. Oder wir können einfach weitermachen wie bislang und uns darüber freuen, eine ganze Palette an neuen Chancen und Möglichkeiten offenbart zu bekommen …

Einfach leichter leben

Früher hätte ich eine ganze Reihe guter Vorsätze auf dieses Blatt Papier gekritzelt und wäre bereits beim Durchlesen dieser Vorsätze – spätestens aber nach den ersten zwei Wochen – gestresst gewesen. Still und leise hat sich dann auch immer ein Gefühl von „gescheitert sein“ eingeschlichen und ich habe mich selbst abgewertet. So habe ich mich unbewusst selbst darauf trainiert, mich oft nicht gut genug zu fühlen.

Weißt du, dass nichts schlimmer für dein Selbstwertgefühl ist, als wenn du dir selbst gegenüber nicht verbindlich bist? Wenn du deine eigenen Abmachungen reißt, dich selbst belügst oder mit Ausreden vertröstest? Genau darum steht auf meiner Vorsatzliste für dieses Jahr genau ein Wort: Leichtigkeit. Alles was ich tue, tue ich mit der größtmöglichen Leichtigkeit. Oder justiere die Dinge so, damit sie sich leicht anfühlen: Ich schneide ab oder lasse weg, Minimalismus par excellence.

Einen Scheiss muss ich

Ich finde: Es ist an der Zeit, den Anspruch an uns selbst loszulassen. Den Perfektionismus und die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen oder einen Fehler zu machen. Kurzum: Das Bild von uns selbst, dem wir versuchen zu entsprechen. Wir müssen uns nicht länger mit einer früheren Version unserer Selbst identifizieren, die sich nicht mehr stimmig anfühlt oder der wir entwachsen sind. Dafür ist das Leben zu kurz – dafür haben wir keine Zeit mehr.

Wir dürfen radikal umdenken und noch viel stärker für uns einstehen oder loslassen, was uns ausbremst. Nur dann entsteht innere Freiheit – das neue Jahr ist kein Jahr für Kompromisse. Und das meine ich nicht im egoistischen Sinn. Du darfst das innere Ventil öffnen und den Druck rauslassen. Scheiss drauf, wie andere dich haben wollen oder was sie von dir denken. Ob sie gut finden, was du tust oder wie du es tust. Wichtig ist, dass du du bist. Ich finde: Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen, ganz klare Entscheidungen zu treffen und nach vorne zu gehen. Alles andere macht keinen Sinn mehr.

Habit Tracker Vorlage

Ganz wichtig ist: All dies darf leicht sein. Sicher, es ist vielleicht ein unbequemerer Weg, denn wenn du Dinge anders machst oder anfängst, für dich selbst einzustehen, wirst du anecken. Ich tu das schon mein ganzes Leben. Dennoch solltest du dich nicht bei 60 % Glück einrichten und dich dann damit zufriedengeben. An dieser Stelle darfst du deinen Anspruch an dich selbst erhöhen. Denn dir stehen 100 % Glück zu. Und dein Umfeld muss dies nicht immer verstehen oder befürworten – es ist ganz allein dein Leben!

Eine Frage für dieses Jahr

Daher sage ich dir: Du wirst lernen, mit Ablehnung oder den Meinungen anderer umzugehen. Immer in dem Wissen, dass die anderen es nie böse meinen. Sie verstehen dich vielleicht nicht immer und können ganz bestimmt nicht hellsehen. Daher ist es wichtig, noch viel mehr über deine Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. Ich habe vor langer Zeit den Wunsch losgelassen, dass alle nahestehenden Menschen oder Familienmitglieder mich zu jeder Zeit verstehen müssen. Das können sie gar nicht, denn jeder schaut durch seine eigene Brille. Hältst du jedoch an diesem Wunsch fest, so wirst du immer wieder enttäuscht werden. Das kostet viel zu viel Energie! Auch dafür hast du keine Zeit mehr – und auch dies meine ich nicht im egoistischen Sinn.

Vielleicht hast du Lust, es mir gleichzutun und deine Vorsätze ebenfalls zu reduzieren. Dann fokussiere dich auf eine einzige Frage, sie lautet:

Was ist gerade mein innerer Antrieb?

Anstrengung entsteht immer dann, wenn du unbewusst eine innere Handbremse anziehst. Wenn du Dinge tust, die dir nicht entsprechen oder sie einen falschen, inneren Antrieb haben. Wenn du glaubst, perfekt sein zu müssen. Oder anderen gefallen willst und Angst vor Ablehnung hast. Ich finde: Dies ist das Jahr, wo du alles „Müssen“ ablegen darfst. Es ist das Jahr für radikale Ehrlichkeit – dir selbst gegenüber und anderen.

Daher gilt: Keine Ausreden mehr! Kein Jammern über verpasste Chancen! Kein sich selbst klein halten! Stattdessen aber:

100 % Glück
100 % Authentizität
100 % Eigenverantwortung
100 % Spaß
100 % Leichtigkeit
100 % Sinn

Nichts weniger als das hast du verdient! Ich weiß, es wird ein großartiges Jahr. Es ist schon ein großartiges Jahr – wenn du deinen Fokus auf all das richtest, was gut ist. Und vergiss nicht: Die wilden Stürme werden kommen. Ganz sicher! Doch du wirst dich ihnen entgegenstellen und genau in der Mitte – im Auge des Sturmes – sicher und ruhig stehenbleiben. The time is now!

Auf dich.

Solltest du doch Vorsätze haben, erfahre, wie du sie noch mehr fühlst. Erforsche dich selbst mit meinen 50 Fragen um dich besser kennenzulernen. Oder finde heraus, wie du deine Mitte findest oder wie du deine Angst gegen Leichtigkeit tauschen kannst.

Foto: Masaaki Komori

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