Vom Kopf ins Herz: Führungswechsel in deiner inneren Chefetage

Vom Kopf ins Herz: Spruch an der Wand

Die Art des Umgangs mit anderen Menschen oder uns selbst verrät eine ganze Menge darüber, wer bei uns das Ruder übernommen hat: Der Kopf oder das Herz. Vielleicht ist es an der Zeit für einen Rollentausch…

In einer Welt die sich immer rasanter dreht, verlieren wir schnell den Kontakt zu uns selbst. Und auch zu anderen, was häufig zur Folge hat, dass wir uns einsam fühlen. Wir sehnen uns nach echter Verbindung zu anderen Menschen. Doch wir sind oft nicht in der Lage, sie uns selbst – oder auch den anderen – zu schenken. Dies ist ein Plädoyer für die Liebe.

Liebe, Leichtigkeit und Freude

Vielleicht fühlst du dich häufig unverstanden und von anderen nicht gesehen? Oder bist äußerlich stark, fühlst dich aber innerlich leer? Sollte dem so sein, hat dein Kopf vielleicht gerade das Ruder übernommen und dein Herz verkümmert wie eine kleine Pflanze, die kein Wasser mehr bekommt. Wenn du dich erkannt fühlst, ist es eventuell Zeit für einen Rollentausch.

Es geht im Leben doch darum, die Liebe in uns auszudehnen. Und aus dieser Haltung aus Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit zu agieren und Beziehungen aufzubauen.

Der Kopf fragt: „Was kann ich bekommen?“.
Das Herz fragt: „Was kann ich geben?“.

Doch wir alle haben innere Programme die unbewusst ablaufen. Sie hindern uns manchmal daran, authentisch zu sein und echte Nähe zu anderen aufzubauen – wir kratzen nur an der Oberfläche. Dann unterhalten wir uns lieber unverfänglich über das Wetter oder Probleme, anstatt uns ehrlich zu erzählen, was uns tief bewegt oder wie wir uns wirklich fühlen. Viel zu groß ist die Angst davor, verletzt oder abgelehnt zu werden. Die Mauern um unser Herz sind oft so hoch, dass andere es schwer haben sie zu erklimmen.

Wie innen so außen

Auch ohne dich zu kennen: Dein Auftreten spiegelt deine innere Haltung und deine Werte wieder. Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, was Sache ist: Regiert bei dir der Kopf oder das Herz? Hast du eine positive oder negative Grundhaltung? Handelst du aus Angst oder Liebe? Ruhst du in dir selbst oder bist du gestresst?

Um nicht Kopfgesteuert, sondern Herzgesteuert zu agieren und tiefe zwischenmenschliche Verbindungen aufzubauen, darfst du zuallererst bei dir selbst anfangen. Lasse all deine Masken fallen. Erst dann kannst du deine weiche, verletzliche Seite zeigen und erkennen, das dies keine Schwäche ist, sondern etwas wundervolles. Du siehst: Es fängt bei dir an. Erst wenn du dich deinen eigenen Ängsten und inneren Dämonen stellst, bist du in der Lage, diese auch bei deinem Gegenüber wahrnehmen. Denn du kannst dann besser nachvollziehen, wie sich das anfühlt. Und dich ganz anders emphatisch einfühlen und darauf eingehen.

Vom Kopf ins Herz

Es folgen ein paar Vorschläge, wie du – bei anderen oder dir selbst – dein Herz zukünftig noch mehr mit einbeziehen kannst:

Bei anderen Menschen

  • Erkenne oder hinterfrage die Bedürfnisse deines Gegenübers.
  • Gebe keine ungefragten Ratschläge.
  • Nehme andere an die Hand – zum Beispiel durch gezielte Fragen – so dass sie ihre eigene Lösung finden können.
  • Öffne dein Herz und fühle dich in den anderen und seine Verletzungen hinein.
  • Nehme nichts persönlich und gehe davon aus, dass dein Gegenüber jetzt gerade bereits sein Bestes gibt.
  • Wenn gewünscht, gebe einen Impuls für den nächsten Schritt, so dass derjenige dann alleine weiterschwimmen kann.
  • Schaffe einen Raum aus Vertrauen und Mitgefühl, in dem mein Gegenüber sich öffnen und auch seine Masken fallen lassen kann.
  • Konzentriere dich auch auf die Details eines Gesprächs und lese zwischen den Zeilen.
  • Nehme dich zurück und versuche die Ansichten deines Gegenübers wirklich zu verstehen – auch wenn es nicht deine sind.
  • Werde nicht übergreiflich, indem zum Beispiel sagst: „Das ist Quatsch“.
  • Höre anderen Menschen aktiv zu und schenke ihnen so den Raum, den sie gerade für sich und ihre Befindlichkeiten brauchen.
  • Spreche über deine Gefühle und äußere deine Bedürfnisse und Wünsche ohne andere anzuklagen.

 

Bei dir selbst

  • Lasse die Kontrolle los und höre auf alles zu planen.
  • Gebe dich dem Leben hin.
  • Vertraue, dass das Leben für dich – und nicht gegen dich – arbeitet und du jederzeit unterstützt und getragen wirst.
  • Schaffe dir kleine Auszeiten jeden Tag und checke bei dir selbst ein.
  • Reduziere bewusst die Ablenkungen, werde still und nehme deine aktuellen Gefühle in deinem Körper wahr.
  • Lerne, deine Gedanken zu beobachten und die Stimme deines Egos von der deines Herzens zu unterscheiden.
  • Definiere vier für dich essentielle Grundgefühle und treffe Entscheidungen auf Basis dieser vier Grundgefühle.
  • Agiere aktiv in der Welt, anstatt passiv zu reagieren.
  • Analysiere nicht mehr und schaue stattdessen, welche Gefühle bei dir gerade ausgelöst werden.
  • Erkenne, dass andere Menschen deine Lehrer sind und du gerade spirituell wachsen darfst.
  • Öffne dein Herz und lasse Verletzlichkeit zu.
  • Habe eine klare innere Ausrichtung und ein starkes Warum das dich antreibt.
  • Agiere innen und außen in Einklang.
  • Sei präsent, sobald du einen Raum betrittst.
  • Lebe das Rollenbild vor, was du auch bei anderen sehen möchtest.
  • Gebe der Welt das, was du am meisten in ihr vermisst.
  • Unterstütze andere – durch dein Wissen oder deine Taten.
  • Diene der Welt und drehe dich nicht mehr nur um dich selbst.
  • Weiß um deinen Wert und suche keine Bestätigung mehr von außen.
  • Folge der Freude.

 

Das Leben als Übungsfeld

Keine Frage: Für all die Punkte braucht eine große Portion Ehrlichkeit. Denn oft darf man sich erst einmal selbst eingestehen, dass man zum Beispiel gerade versucht, auf sein Recht zu pochen, den anderen zu manipulieren oder die Situation zu kontrollieren. Diese Ehrlichkeit ist wichtig, um sich über seine eigenen Muster bewusst zu werden.

Erst dann kannst du die volle Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen. Das machst du indem du deine grundsätzliche Fragestellung veränderst – weg von: „Warum passiert mir das gerade?“, hin zu: „Was kann ich daraus lernen?“.

Ein weiterer Baustein ist Mut. Lasse alle Widerstände los und schließe Freundschaft mit deinen inneren Dämonen und Ängsten. Je mehr sich deine Beziehung zu dir selbst verändert, desto mehr werden sich auch deine Beziehungen im Außen verändern. Also trau dich, ganz du selbst zu sein. Sobald dein Herz die Führung übernimmt, hat das positive Auswirkungen auf alle Bereiche deines Lebens.

Hier erfährst du die beste Methode für wertschätzende Kommunikation oder wie gute Taten das Leben positiv verändern und du dir dein Glück beim Leben bestellen kannst.

So, jetzt bin ich gespannt: Kopf oder Herz? 

Foto: Bernard Hermant / Unsplash

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Vom Kopf ins Herz: Spruch an der Wand

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