Darum solltest du dich nicht länger mit anderen vergleichen

Mit anderen vergleichen - Reiter am Strand

Um sich nicht länger mit anderen zu vergleichen, habe ich die wichtigsten Schlüssel für mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit zusammengestellt…

Vielleicht kennst du das auch. Es dauert nur ein paar Sekunden und unser innerer Kritiker ist am Start: „Alle anderen machen es besser als ich“, „Was habe ich schon zu geben“ oder „Ich bin noch nicht soweit um Dies oder Jenes zu starten“.

Das sind nur ein paar Sätze, mit denen wir uns immer wieder unbewusst abwerten und selbst programmieren. Denn durch die Wiederholung dieser Gedanken, werden in unserem Gehirn immer wieder neue Synapsenverbindungen geschaffen. An jeden dieser Gedanken ist auch eine Emotion gekoppelt: Je stärker die Emotion, desto stärker die Verbindung in unserem Gehirn. Negatives Denken, gepaart mit starken negativen Emotionen, verändert also die Strukturen unseres Gehirns. Und das nachweislich, wusstest du das?

Im Dschungel der Gedanken

Stelle dir einen Dschungel vor: Am Anfang müssen wir mit der Machete mühsam einen Pfad ins Dickicht schlagen. Tun wir das regelmäßig, entsteht aus dem Dickicht langsam ein passierbarer Weg und irgendwann eine breite Strasse. Genauso ist es mit unseren Denk-Routinen: Vergleichen wir uns oft mit anderen oder denken überwiegend Negativ, ist diese innere Strasse bequem zu gehen. Wir haben sie über Jahre aufgebaut und kennen den Weg. Für die positiven Gedanken hingegen, ist in unserem inneren Dschungel vielleicht gerade nur ein schlecht erkennbarer Pfad vorhanden.

Mit anderen vergleichen macht unglücklich

Daher fällt es uns auch so schwer, jahrelang trainierte Denkmuster zu verändern. Zum Beispiel, indem wir uns nicht mehr vergleichen und stattdessen unseren Blickwinkel auf all unsere positiven Eigenschaften legen. Doch wenn wir uns mit anderen vergleichen und abwerten, macht das auf Dauer unglücklich. Das Fatale ist: Wir selbst sind die Erschaffer unserer Gedanken und inneren Strassen. Denn wir haben niemanden über uns sitzen und können ganz allein entscheiden, welche Strassen wir weiter ausbauen und welche eben nicht.

 

Habit Tracker Vorlage

 

Meine Schlüssel für mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit

Um das Gedankenkarusell aus Abwerten und Vergleichen ein für alle mal zu stoppen, brauchst du etwas Geduld. Und eine Prise Vertrauen und Zuversicht. Auf meinem Weg, raus aus der gedanklichen Abwärtsspirale, haben mir die folgenden Punkte wahnsinnig geholfen. Ich teile sie heute mit dir, um dir gegebenenfalls Mut zu machen, einfach mal einen anderen Weg auszuprobieren:

/ Bewusstsein

Ein wichtiger Schlüssel ist, deine Wahrnehmung zu schulen. Und dein Bewusstsein für dich selbst zu schärfen. Beides hilft dir, deine Gedanken zu kontrollieren und unbewusste Denkmuster zu enttarnen. Das funktioniert am besten, indem du deine Außenreize minimierst und still wirst. Auch die Meditation hilft dir dabei, limitierende Gedanken immer besser zu erkennen und im Alltag durch positive Gedanken zu ersetzen.

/ Visualisierung

Ein zweiter Schlüssel ist, dir jeden Morgen ganz genau vorzustellen, wie du gerne sein möchtest. Ohne die Vergleiche – mutig und mit starkem Selbstbewusstsein. Visualisiere dies so detailliert wie möglich: Wie redest du? Wie ist deine Körperhaltung? Wie fühlst du dich in dieser Idealversion? Wie reagieren andere Menschen auf dich? Wichtig ist, dass du erst dann mit dieser Übung aufhörst, wenn du dich gut fühlst und keine negativen Gefühle da sind. So begibst du dich – bevor du es wirklich lebst – in das energetisch Quantenfeld dieser Idealversion. Unsere Aufmerksamkeit folgt immer unserer Energie, und so richtest du ganz gezielt deine inneren Koordinaten neu aus. Weitere Infos zur Quantenphysik findest du im Artikel: „Das Gesetz der Anziehung: Bestelle dir dein Glück „.

/ Zusammenhang

Es gibt noch einen weiteren Schlüssel, um dich nicht länger mit anderen zu vergleichen oder deinem inneren Kritiker seinen Bullshit zu glauben: Erkenne den größeren Zusammenhang. Dafür lade ich dich ein, deinen Fokus wieder von dir abzuwenden und meine folgenden Thesen einfach mal auf dich wirken zu lassen:

Es geht im Leben nicht um dich.
Es geht darum, wie du dich selbst zum Ausdruck bringen kannst.
Und darum, wie du damit auch andere tief berühren kannst.

Solange du also glaubst, es ginge im Leben um dich, verfehlst du den eigentlichen Punkt. Und das ist schade, denn du agierst dann aus einem Mangel heraus und kannst nicht erkennen, dass du bereits vollständig bist! Und dass du das auch schon immer warst. Denn seit deiner Geburt trägst alles in dir, was du brauchst, um dich selbst zum Ausdruck zu bringen.

Wenn du kurz mal alle Konzepte loslässt, wie du glaubst sein zu müssen, kannst du sie vielleicht spüren: Diese kleine Flamme in dir, die nur darauf wartet endlich wieder entzündet zu werden. Erinnerst du dich? Als Kind brannte sie schonmal. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, dich wieder zu erinnern und deine eigene Größe anzuerkennen. Und dann gehe noch einen Schritt weiter und zeige anderen, dass auch sie bereits vollständig sind. Dieser Fokusshift hat mein Leben völlig verändert.

Die Welt braucht neue Vorbilder

Je mehr Menschen aufhören, sich mit anderen zu vergleichen, ihre eigene Größe erkennen und ihren Weg gehen, desto mehr Vorbilder gibt es. Ich glaube, die Welt braucht nicht noch mehr Schüler – sie braucht mehr authentische Lehrer. Menschen, die das was sie predigen auch wirklich leben. Die in der Lage sind, Herausforderungen des Lebens als Geschenke zu betrachten und daraus lernen. Die den Mut haben, groß zu denken und neues zu wagen. Die keine Scham haben, sich verletzlich zu zeigen. Die sich persönlich weiterentwickeln, immer wieder an ihrem Mindset arbeiten und nie aufhören zu lernen. Die ihren Perfektionismus und die Angst nicht gut genug zu sein besiegen.

Und sich davon frei machen, was andere von ihnen denken. Die ihre Einzigartigkeit leben und Dinge anders machen als die Masse – auch wenn sie damit im ersten Moment anecken. Die aushalten können, für ihre Visionen belächelt zu werden und die nicht jedem gefallen wollen. Und die keine Angst vor der Angst haben und sich dadurch nicht aufhalten lassen.

Das sind für mich wahre, echte Vorbilder. Als ich mich aus meinem inneren Loch herausgearbeitet habe, hätte ich mir diese Vorbilder die all das Leben, gewünscht. Ich habe mir damals – während meines Zusammenbruchs und an meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt – versprochen, selbst so ein Vorbild zu werden. Und so begab ich mich auf einen langen Weg der Suche zurück zu mir selbst. Wenn auch du ein Vorbild für andere werden willst, lautet eine der ersten Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Was fehlt der Welt?

Bei jedem Menschen fällt diese Antwort anders aus, denn jeder sieht anders und nimmt etwas anderes wahr. Was glaubst du, fehlt der Welt? Ich glaube zum Beispiel, dass der Welt Bewusstsein fehlt. Darum gibt es feine Seele und darum schreibe ich jede Woche meine Denkanstöße für dich auf. Immer in der Hoffnung, dass dich meine Worte berühren und sie vielleicht den ein oder anderen inneren Stein ins Rollen bringen. Sobald du also für dich erkannt hast, was der Welt fehlt, bist du deiner individuellen Aufgabe oder Berufung schon ein ganzes Stück nähergekommen. Dann kannst du schauen, wie du genau das was fehlt geben kannst. Dabei ist es ganz egal, ob du das privat oder beruflich, nebenbei oder in Vollzeit, in Festanstellung oder einer Selbstständigkeit tust. Wichtig ist nur: Tue es!

Hast du deinen inneren Motor erkannt und fängst an aus tiefster Überzeugung zu Geben, werden die Vergleiche mit anderen automatisch aufhören. Denn dein Fokus verschiebt sich. Vielleicht sind die Vergleiche anfangs noch da, weil dann auch gerne mal die Angst um die Ecke kommt. Lässt du dich davon jedoch nicht beirren und gehst – trotz der Angst – immer weiter deinen Weg, werden sie aufhören. Versprochen.

Du siehst, ein Vergleichen hat ganz viel mit dir selbst zu tun und damit, dass du etwas in anderen bewunderst was du selbst im Moment nicht auslebst. Was aber schon in dir ist, sonst würde es dir bei anderen nicht auffallen. Also, entzünde dein inneres Feuer, lege alle Masken ab und traue dich, deinen Weg zu gehen. Sei damit ein Vorbild für andere. Einige Menschen werden deine Verhaltensweisen inspirieren und sie werden sie adaptieren: So veränderst du Stück für Stück die Welt. Super, oder? Wie du deine Denkroutinen ändern kannst, kannst du hier nachlesen: Routinen ändern: Habit-Tracker-Vorlage für positive Gedanken. Und hier erfährst du, wie du negative Gedanken in Positive umwandeln kannst.

 

Jetzt bist du an der Reihe: Was glaubst du, fehlt der Welt? Ich bin so gespannt auf deine Antwort in den Kommentaren.

Foto: Stefanie Adam

 

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8 comments

  1. Ich glaube, der Welt fehlt Empathie & Intuition.
    Empathie um zu verstehen, was andere fühlen & Intuition um zu verstehen, was man selber will & was für einen selbst das Richtige ist.

    Denn, wer sich selbst schätz & liebt, kann dies weitergeben…

  2. Meiner Meinung fehlt der Welt Menschen die zuhören
    Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, als ich gelesen habe:
    „Die meisten Menschen hören zu um zu antworten und nicht um zu verstehen.“
    Vielen Dank liebe Steffi für deine Inspirationen. Sie bringen mich immer zum nachdenken.

    1. Liebe Doro, wie schön, wenn meine Denkanstöße dich zum Nachdenken anregen. Wenn dieser Satz dich bewegt hat, wirst du in Zukunft Gespräche ganz anders wahrnehmen oder beobachten. Und in dich hineinfühlen. Liebe Grüsse und einen tollen Tag, Steffi

  3. Ein toller Artikel … Er bewirkt, wie in anderen Beiträgen auch, dass ich mich mit mir selbst auseinander setze. Seit einiger Zeit bin ich in einer Phase, in der ich über viele Dinge meines Lebens nachdenke.
    Auch die Thematik, sich mit anderen zu vergleichen oder zumindest darüber nachzudenken.
    Was der Welt fehlt?
    Menschlichkeit und Langsamkeit!
    Man stellt immer wieder fest, dass sich die Menschen aufgrund der Geschwindigkeit, die die heutige Gesellschaft anschlägt, der Mensch und dessen Mittelpunkt immer weiter ins Abseits gerät.
    Wenn „Empathie und Intuition“(Danke Nora) vorhanden wäre, würde die Menschlichkeit und Langsamkeit von selbst eintreten.
    Ich wünschte mir, dass ich einfach etwas langsamer sein kann … das versuche ich jeden Tag ein bisschen mehr …

    1. ..wie wunderschön, wenn dieser Artikel bewirkt, dass du dich mit dir selbst auseinandersetzt. Denn genau darin liegt der Schlüssel: Man muss bei sich selbst anfangen. Es geht nur in ganz kleinen Schritten und wir dürfen uns von unserer viel zu hohen Erwartungshaltung verabschieden, die schnell auch an einen Leistungsgedanken beinhaltet. Wir sind so darauf gedrillt worden, ein Ergebnis zu liefern, dass wir die kleinen feinen Zwischenerfolge manchmal gar nicht sehen können. Emphatie und Intuition bekommt man jedoch nicht durch ein Durchs-Leben-hetzen. Und selbst wenn man sich anfangs in einen stillen Raum schliesst, fällt es oft schwer seine Intuition wahrzunehmen, der Kopf quatscht dazwischen. Die Langsamkeit ist auf jeden Fall wunderbar und bringt dich immer mehr, Stück für Stück deiner Essenz näher. Sei stolz auf jeden Versuch und gebe nicht auf. Es lohnt sich – für dich und für die Welt. Denn der Stein, den du ins Wasser schmeisst, wird Wellen schlagen…. Von Herz zu Herz, Steffi

  4. Liebe Steffi!
    Mit Begeisterung verfolge ich regelmäßig Deine Veröffentlichungen und lerne jedesmal etwas hinzu. Du wählst Deine Worte so bewusst und berührst mich mit Deinen Gedanken und Erkenntnissen, dass ich manchmal Gänsehaut bekomme! Du beeindruckst mich zutiefst, es ist so schön, dass es Menschen wie Dich gibt, die ihre Erfahrungen ihrer Reise teilen und dabei so viel geben.
    Ein herzliches Dankeschön!
    Mach weiter so, ich höre Dir so gerne zu.
    Daniela

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