Was Minimalismus mit Mut zu tun hat

Minimalismus: Mann im Schnee

Mehr Klarheit im Leben wünschen sich viele Menschen. Doch der erste Schritt in Richtung Minimalismus erfordert eine Menge Mut

Zurück zur Einfachheit

Minimalismus ist in aller Munde. Die Menschen sehnen sich wieder nach einem einfachen Lebensstil. Die moderne Welt mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten ist Fluch und Segen zugleich. In vielen Bereichen erleichtert sie uns das Leben. Doch die Kehrseite ist: Es kostet viel Kraft und Energie, sich selbst bei all den Möglichkeiten und Ablenkungen nicht zu vergessen.

Äußere Fülle, innere Leere

Doch genau da liegt die Herausforderung. Wir haben verlernt, unsere Gedanken einfach mal schweifen zu lassen. Ob in der Warteschlange beim Bäcker, im Supermarkt oder in der U-Bahn: Das Handy ist unser ständiger Begleiter geworden und unbemerkt wird unser Gehirn so den ganzen Tag mit Informationen berieselt. Ein lustiges Video hier, eine Facebook-Nachricht da – Zeit für Innenschau oder das Filtern der Information gibt es wenig.

Das führt zu Stress und Frust – eine innere Leere entsteht. Und die füllen wir gerne mit materiellen Dingen: Das neue Paar Schuhe, das tolle Handy oder das schicke Auto sollen uns glücklich machen. Und tatsächlich schüttet unser Gehirn kurzzeitig Glückshormone aus. Und gaukelt uns vor, dass unser Glück im Außen liegt.

Doch mehr und mehr Menschen merken, dass dieser materielle Reichtum dauerhaft nicht glücklicher macht. Denn wahres Glück hat nichts mit unserem Besitz zu tun. Und darum finden wir es nicht außen, sondern innen.

Minimalismus beginnt im Kopf

Doch wie wird man Minimalist und lässt sich nicht länger vom Konsumverhalten der Mitmenschen oder der Werbung beeinflussen? Ganz klar: Minimalismus beginnt mit einer Entscheidung, die wir ganz bewusst treffen. Es ist die Entscheidung, unser Selbstbewusstsein nicht länger von Dingen abhängig zu machen. Und es stattdessen wieder aus uns selbst heraus zu stärken. Daher beginnt ein minimalistischer Lebensstil im Kopf – und bei unseren Gedanken, die wir über uns selbst denken. Also: „Erkenne dich selbst – und stärke dein “Ich-Gefühl„.

Denn alles Ausmisten wäre nicht von Dauer, wenn wir auch künftig weiterhin unsere innere Leere mit Dingen füllen. Die Werbung tut ihr übriges. Sie lässt uns täglich glauben, was wir alles brauchen, um glücklich zu sein. Befreit man sich bewusst davon, bekommt das Leben eine völlig neue Qualität.

Minimalismus ist mutig

Die Herausforderung: Möglicherweise definiert sich dein Umfeld sehr über materielle Dinge und hält nicht viel vom Konzept Minimalismus. Das ist okay, jeder wie er mag. In diesem Fall erfordert es  von dir eine große Portion Mut – und gnadenlose Ehrlichkeit – um gegen den Strom zu schwimmen. Du brichst mit deinem Verhalten aus einem bestehenden System aus. Und verlässt deine Komfortzone. Das macht erstmal Angst oder ruft Unbehagen hervor. Und sei vorbereitet: Lebst du nicht länger angepasst, wirst du wohl oder übel anecken oder negative Kommentare ernten.

Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche

Vielleicht fühlst du dich dann wie ein Außenseiter oder bist verunsichert. Oder du musst dir anhören, dass du jetzt unglaublich egoistisch wirst. Das Lustige ist: Selbst, wenn du ein komplett angepasstes Leben führst und alles so machst wie andere es von dir erwarten, wirst du Kritiker haben. Die gibt es immer, also kannst du auch gleich heute noch damit beginnen, mutig und selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen.

Liebe deine Andersartigkeit

Solltest du also gerade spüren, dass das auf dich zutrifft: Richte dich jetzt gerade auf und treffe für dich ganz bewusst eine Entscheidung. Übernehme die volle Verantwortung für dein Leben und sammle in Zukunft Momente, statt Dinge. Je weniger du dich übrigens dafür rechtfertigst und deinen eigenen Weg authentisch gehst, desto weniger Kritiker werden kommen.

Denn all die Kritiker da draußen spiegeln dir nur deine eigenen inneren Anteile wider, die du gerade nicht sehen möchtest oder kannst. Also vertraue dir und danke ihnen innerlich dafür. Für besseres Verständnis, lies meinen Artikel: „So kannst du im Alltag inneren Frieden finden„.

Geh deinen Weg

Minimalist wird man nicht von heute auf morgen – es ist ein Prozess. Doch je weniger du dein Glück im Außen suchst und stattdessen anfängst, es in dir selbst zu finden, desto freier und selbstbewusster kannst du dein Leben leben. Aber vergiss nicht: Sei liebevoll mit dir, auch wenn es anfangs noch schwerfällt, und kümmere dich um dich selbst.

Jetzt bist du dran: Erkennst du dich in diesem Artikel wieder? Teile das gerne mit der Community in den Kommentaren.

Foto: Emile Séguin / Unsplash

 

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Minimalismus: Mann im Schnee

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