16 / Meine Anleitung für positive Gedanken

negative Gedanken umprogrammieren

Ein essentieller Baustein unseres gefühlten Glücks sind unsere Gedanken. Denn sie entscheiden darüber, wie wir uns fühlen. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit – und noch viel mehr Freude und Leichtigkeit im Alltag.

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60.000 Gedanken – so viele strömen täglich durch unseren Kopf. Ein Großteil davon sind uns gar nicht bewusst. Lange Zeit war das auch bei mir so: Ich habe mir keine großen Gedanken über meine Gedanken gemacht. Und dass, obwohl meine Gedanken häufig negativ waren. Das Resultat: Ich war oft genervt, antriebslos und meiner ursprünglichen Lebensfreude war Schwere gewichen.

Mein Glas war eher halb leer,
als halb voll.

Kleine Erfolge sichtbar machen

Einen Zusammenbruch und eine Depression später, habe ich beschlossen: So geht es nicht weiter. Drei Monate heulend im Bett lagen hinter mir und ich konnte mich selbst nicht mehr ertragen. Also fasste ich den Entschluss, meinen inneren Keller aufzuräumen und ordentlich auszumisten: Projekt „Steffi 2.0“ war geboren. Ein wichtiger – wenn nicht sogar der wichtigste – Baustein auf meinem Weg zum Glück, war das Umprogrammieren meiner negativen Gedanken in positive Gedanken. Denn davon gab es viele.

Häufig haben wir unseren Blick eher auf all die Dinge gerichtet, die nicht gut laufen, anstatt sie auf all die großen und kleinen Schritte zu richten, die wir bereits bis heute gegangen sind. Auch ich habe mein Leben damals eher durch eine negative Brille betrachtet. Und um meine großen und kleinen Erfolge auf diesem Weg sichtbar zu machen, kaufte ich mir ein leeres Notizbuch, was ich „The Shift“ taufte. Von nun an trug ich – immer wenn mir danach war – das aktuelle Datum, den Ist-Zustand und ausschließlich positive Veränderungen – die mir an mir selbst auffielen – in mein Buch ein. Genau dieses Buch ist mir heute durch Zufall wieder in die Hände gefallen. Ich glaube ja nicht an Zufälle, denn intuitiv schlug ich die erste Seite mit meinem Status Quo von 2014 auf, dort stand:

 

Steffi 1.0 – ich bin:

  • ungeduldig mit anderen
  • stark perfektionistisch
  • sehr strukturiert und kopflastig
  • unsicher, wohin der Weg gehen soll
  • noch nicht bereit ins Ungewisse zu springen
  • sehr negativ und habe den Glauben an mich verloren
  • immer auf der Suche nach dem Fehler im System – und bei anderen
  • im Beruf gelangweilt und unerfüllt
  • wie ein Druckkochtopf kurz vorm Platzen
  • zynisch und bissig
  • immer mit dem Kopf durch die Wand
  • häufig am Lästern
  • viel in der Bewertung und packe andere Menschen in Schubladen
  • immer auf der Flucht vor mir selbst
  • gedanklich in der Ferne – wo das Gras vermeintlich grüner ist
  • Opfer der Umstände
  • mit der Aufmerksamkeit außen statt innen
  • meiner Gaben nicht als Geschenke bewusst, empfinde sie als Last
  • sehr streng mit mir und anderen und fühle mich oft schuldig
  • anders als alle anderen in meinem Umfeld und fühle mich wie ein „Alien“

Heute – fünf Jahre später – muss ich schmunzeln, wenn ich diese Aufzählung lese. Und ich frage mich, was diese Punkte mit mir zu tun haben sollen. Doch natürlich weiß ich, dass ich all diese Anteile mal in mir hatte. Und vielleicht erkennst auch du dich in dem einen oder anderen Punkt wieder. Sollte das so sein: freue dich darüber. Denn diese Erkenntnis ist der erste Schritt, um eine neue Entscheidung für dein Leben und deine Zukunft zu treffen. Ich teile diese Liste mit dir, um dir Mut zu machen. Denn ich bin das beste Beispiel: Streife alte Gedankenmuster ab und vertraue dir, dass du die Kraft besitzt, deine negativen Gedanken in positive umzuwandeln.

Toll ist: Das kannst du ganz alleine tun und brauchst weder einen Coach, noch ein Umfeld das dich stärkt, dazu. Beides macht es dir vielleicht ein wenig leichter, doch im Kern brauchst du einzig und allein ein waches Bewusstsein über deine Gedanken. Und dieser Zugang zu deinem Bewusstsein steht dir jederzeit offen. Also schnapp dir die Schlüssel, schließe ihn auf, werde noch achtsamer für deine Gedanken und nimm dein Glück wieder selbst in die Hand. Glaube mir, es lohnt sich. Doch oft sind wir uns dieser inneren Superpower gar nicht bewusst …

Wir sind nicht unsere Gedanken

Unsere Gedanken entscheiden darüber, durch welche Brille wir Alltagssituationen betrachten. Diese Wahl entscheidet darüber, wie wir uns dann verhalten und welche Erfahrungen wir im Leben machen. Diese Erfahrungen produzieren dann bestimmte Gefühle in uns, die wiederum zu weiteren Gedanken führen. Damit ist der Kreislauf perfekt. Der erste Schritt zu mehr Bewusstsein ist daher, deine lang trainierten Gedankenmuster zu durchschauen.

Bitte erwarte nicht von dir, dass du jeden einzelnen dieser 60.000 Gedanken erkennen kannst. Mit etwas Übung wirst du jedoch in der Lage sein, immer bewusster zu erkennen, welche Gedanken überhaupt in deinem Kopf rumgeistern und ob sie eher negativ oder positiv sind. Deswegen ist es unglaublich wichtig, dass du in deinem Alltag noch viel häufiger Stille zulässt. Und dass du dich gegen das Multitasking entscheidest. Denn Multitasking hilft dir nicht dabei, bewusster für deine Gedanken zu werden. Im Gegenteil: Es lenkt dich von dir selbst ab.

Als ich 2014 diesen Eintrag ins Notizbuch geschrieben habe, war ich sehr gut darin, mindestens 12 Dinge gleichzeitig zu tun. Ich habe meine Fähigkeit zum Multitasking als Stärke angesehen. Heute weiß ich, dass es überhaupt keinen Sinn macht, mit meiner Aufmerksamkeit und meinen Gedanken immer schon beim nächsten Schritt zu sein. Denn das bedeutet gleichzeitig, dass ich nie wirklich präsent im Hier und Jetzt bin.

Zwischen einem Gedanken und deiner Bewertung dieses Gedankens in gut, neutral oder schlecht, gibt es eine klitzekleine Millisekunde der Pause. Und hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel: Schaffst du es, diese Millisekunde zu erkennen, kannst du ganz bewusst entscheiden, ob und wie du deinen Gedanken bewerten möchtest. Damit entscheidest du also auch über deine Gefühle und fühlst dich selbstbestimmter.

Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstvertrauen

Ein negativer Gedanke hat also riesengroße Auswirkungen auf dein Leben. Dazu gebe ich dir ein Beispiel an Hand des Glaubenssatzes: „Ich bin nicht wertvoll, alle anderen können es besser„:

Vielleicht hattest du Eltern, die nicht in der Lage waren, dir ausreichend Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken – so dass sich dieser Glaubenssatz überhaupt erst formen konnte. Wenn du dir dessen nicht bewusst bist, wirst du – auch Jahre später und bis du diesen Glaubenssatz aufdeckst – unbewusst viel Anerkennung im Außen suchen. Denn dein Selbstwertgefühl, die Selbstliebe und das Selbstvertrauen werden nicht sehr stark ausgeprägt sein. Mit dem Gedanken: „ich bin nicht wertvoll“, triffst du außerdem Entscheidungen, die allen anderen gefallen, dir jedoch im Kern nicht entsprechen. Das führt dazu, dass du dich fremdbestimmt fühlst und Angst davor hast, etwas falsch zu machen, anzuecken oder aufzufallen. Das produziert schnell ein Gefühl innerer Leere, was wiederum die Selbstabwertung bestätigt: Der Kreislauf ist perfekt.

Auch mein innerer Keller war einmal sehr voll und mein inneres Wohnzimmer war zwar hübsch eingerichtet, enthielt jedoch Möbel, die mir gar nicht wirklich gefallen haben. Wenn du magst, kannst du dir selbst an dieser Stelle folgende Frage stellen:

Sehe ich meinen Wert? Kann ich erkennen, wie großartig ich bin?

Sei hier ehrlich zu dir selbst. Und solltest du feststellen, dass du deinen eigenen Wert nicht sehen kannst, bewerte das nicht und lerne stattdessen daraus. Vielleicht hast du auch Lust, dir ebenfalls ein Notizbuch zu kaufen und deinen Status Quo mal aufzuschreiben?

Negative Gedanken in positive umwandeln

Stell dir einmal vor, wie unsere Welt aussähe, wenn wir alle unseren Wert erkennen und leben würden? Es wäre eine völlig andere Welt in der Neid, Missgunst, Angst oder Selbstzweifel keinen Platz hätten. In was für einer Welt möchtest du leben? Ein Powertool, das mir dabei geholfen hat, negative Gedanken in positive umzuprogrammieren, waren schlichte Post-it-Klebezettel. Da mit den Gedanken alles anfängt, kommt hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Freude und Leichtigkeit:

  • Schreibe in einer ruhigen Minute all deine negativen Gedanken auf und fasse die häufigsten zusammen.
  • Greife dann einen Gedanken heraus und formuliere ihn in einen positiven Gedanken um. Aus: „Ich bin nicht wertvoll“ wurde so: „Ich bin wertvoll“.
  • Schreibe diesen positiven Gedanken dann auf 15 Post-it’s und verteile diese an markanten Stellen in deinem Zuhause. So wirst du immer wieder daran erinnert.
  • Nach ein bis zwei Wochen, wechsle die Farbe der Post-it’s und nehme den nächsten Gedanken von deiner Liste. Wiederhole das Ganze so lange, bis du eine Veränderung an dir selbst wahrnimmst.
  • Trage diese Veränderung dann in ein Notizbuch ein und mache deine großen und kleinen Erfolge sichtbar.
  • Wenn du magst, lade dir meinen Habit-Tracker herunter und mache jeden Tag ein Kreuz, um deine Schritte auch visuell darzustellen.
  • Zünde eine Wunderkerze an und feiere dich selbst.

Habit Tracker Vorlage

60 Tage Disziplin – 60 Tage Selbstliebe

Klebst du einen Zettel zum Beispiel auf dein Telefon und liest dir deinen positiven Gedanken direkt durch, bevor du das Telefonat annimmst, hat das Auswirkungen auf deine innere Haltung, deine Stimme und deine Worte. Das spürt auch dein Gegenüber am anderen Ende der Leitung und das Gespräch wird anders verlaufen. Trainiere diesen inneren Muskel und sei nicht ungeduldig. Denn jede Veränderung braucht Zeit und für mich hat Disziplin auch etwas mit Selbstliebe zu tun. Natürlich kannst du auch ein Symbol – zum Beispiel ein Herz – auf deine Post-it’s malen und sie so noch unauffälliger gestalten. Mit der Zeit wirst du deine Post-it’s nicht mehr benötigen und in der Lage sein, negative Gedanken auch ohne Hilfsmittel zu enttarnen – und dich selbst zu korrigieren.

Hallo Superpower

Also, richte deine Aufmerksamkeit häufiger mal von außen nach innen. Verbinde dich mit deinem Herzen – deiner wirklichen Kraft und Superpower. Und sieh auch negative Gedanken positiv, denn ohne sie könntest du positive Gedanken gar nicht erkennen und wertschätzen. Viel Freude beim ausprobieren.

 

RESSOURCEN

  • Buchtipp (unterstütze doch deinen Buchladen um die Ecke): „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle
  • Buchtipp: „Ein neues Ich“ von Dr. Joe Dispenza
  • Buchtipp: „Ändere deine Gedanken und dein Leben ändert sich“ von Wayne Dyer
  • Kostenloses Arbeitsbuch: 50 Fragen – lerne dich besser kennen“.

MUSIK

Der wunderschöne Titelsong: „Brand New Day“, ist von dem großartigen Liedermacher Jan Loechel. Du kannst diese Tiny-House-Version hier streamen und downloaden. Oder du hörst dir einfach Folge 02 an, in der Jan Loechel mein Gast war.

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Welche negativen Gedanken hast du häufig und wie formulierst du sie um? Teile dies gern in den Kommentaren und mache anderen damit Mut.

 

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